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Advent Advent...

… ein Lichtlein brennt.

Und damit es nicht mehr wird, geben die Feuerwehren auch dieses Jahr wieder einige Tipps, zum Umgang mit Dekoration in der Advents- und Weihnachtszeit, heraus.

Die Feuerwehr rät:

  • Verwenden Sie keinesfalls einen trockenen Adventskranz.
  • Adventsgestecke immer auf feuerfeste Unterlagen stellen und nur Kerzenhalter aus feuerfestem Material verwenden.
  • Achten Sie unbedingt darauf, Kerzen niemals in der Nähe von Vorhängen oder anderen brennbare Materialien aufzustellen oder zu entzünden.
  • Kerzen nur so entzünden, dass Sie niemals über eine Flamme greifen müssen, um eine weitere Kerze zu erreichen. (entzünden von „hinten nach vorne“ und löschen von „vorne nach hinten“).
  • Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen und auch beim kurzfristigen Verlassen des Raumes die Kerzen löschen.
  • Abgebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln (nie komplett abbrennen lassen, da die Flamme sonst zu nah an das Gesteck herankommt).
  • Streichhölzer und Feuerzeuge immer außer Reichweite von Kindern aufbewahren!
  • Feuerlöscher oder gefüllten Wassereimer bereithalten. Wenn ein möglicher Entstehungsbrand nicht beim ersten Versuch gelöscht ist: 1. Raum verlassen, 2. Türen & Fenster schließen, 3. Feuerwehr (Notruf 112) alarmieren, 4. Feuerwehr vor dem Haus erwarten und einweisen

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche und sichere Weihnachtszeit!

Hausnummern

Sichtbarkeit von Hausnummern

Feuer in einem Wohnhaus – Menschen in Gefahr. Jetzt zählt jede Minute.

Ab in die Einsatzkleidung und los gehts. Straße und Hausnummer erhalten die Feuerwehrleute von ihrer Einsatzzentrale, doch in der angegebenen Straße geht wertvolle Zeit verloren, denn die gesuchte Hausnummer ist bei Dunkelheit kaum sichtbar.

Bei einem Notfall sind wir, Ihre Feuerwehr, auf deutlich sichtbar angebrachte Hausnummern angewiesen, um den Einsatzort so schnell wie möglich finden zu können. Prüfen Sie deshalb unbedingt die Einsehbarkeit Ihrer Hausnummer !

Hausnummern müssen so angebracht werden, dass man sie von öffentlichen Verkehrsflächen aus gut lesen kann. Wünschenswert wäre eine gute Beleuchtung der Hausnummer, damit man sie auch bei Dunkelheit rasch als solche erkennen kann. Verzichten Sie in eigenem Interesse auf übertrieben künstlerisch gestaltete Schilder und wählen Sie stattdessen große, gut lesbare Ziffern. Sorgen Sie dafür, dass Hausnummern nicht von Pflanzen “überwuchert” werden. Befindet sich ein Gebäude nicht direkt an einer öffentlichen Verkehrsfläche, so sollte dieses mit einem Hinweisschild an der öffentlichen Verkehrsfläche gekennzeichnet werden.

UNSER TIPP:

Sie haben die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmiert?

Gehen Sie, wenn möglich auf die Straße und erwarten Sie das Eintreffen der Feuerwehr! Machen Sie sich bemerkbar. So können wertvolle Sekunden optimal genutzt werden und müssen nicht durch die Hausnummernsuche verschenkt werden!

Weitere Maßnahmen, die es der Feuerwehr ermöglichen, schneller tätig zu werden wären beispielsweise das Öffnen von Schranken, Toren und Haustüren sowie das einschalten der Weg- bzw. Außenbeleuchtung

Notruf 112

Zwischenzeitlich ist die Notrufnummer 112 von vielen europäischen Ländern übernommen worden. Übernommen worden, als einheitliche Notrufnummer für alle Notfälle. Und dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Polizei, die Feuerwehr oder den Rettungsdienst in diesen Ländern benötigen. Ähnlich dem System in den Vereinigten Staaten von Amerika, dort gilt die Notrufnummer 911, hat auch die Europäische Gemeinschaft beschlossen, eine einheitliche Notrufnummer einzuführen. Und hier hat man sich an der in Deutschland schon sehr lange verwendeten Notrufnummer 112 orientiert.

Bitte bleiben Sie bei Abgabe eine Notrufes ruhig!

Machen Sie klare und deutliche Angaben!

Wo geschah es ? (Name, Straße- Hausnummer, Rufnummer für Rückfragen)

Was geschah ? (Feuer, Verkehrsunfall, Gefahrgutunfall usw.)

Wieviele Verletzte ? (ein Verletzter oder mehrere Verletzte)

Welche Arten von Verletzungen oder Erkrankungen ? (Ist der Patient bewußtlos, hat er Herzschmerzen usw.)

Warten auf Rückfragen !

 

Notruf mit dem Handy

In allen Mobilfunknetzen können vorwahlfrei und kostenlos die Notrufnummern 112 und 110 erreicht werden. Sie werden dann mit der nächstgelegenen Einsatzzentrale der Feuerwehr oder Polize verbunden.

Den Notruf über 112 oder 110 können Sie auch wählen, wenn Sie keine gültige Karte in Ihr Mobiltelefon eingelegt haben, bzw. sich nicht mit der richtigen Code-Nummer anmelden können. Das Handy bucht sich dann automatisch in ein kompatibles Mobilfunknetz ein.

Bedenken Sie bitte:

 

Die nächstgelegene Einsatzzentrale muss nicht unbedingt die zuständige sein! Bitte teilen Sie daher den Disponenten immer unbedingt Ihren genauen Standpunkt mit.

Rauchmelder

Der Rauch

Rauch ist ein sehr großes Hindernis. Nicht nur für die Einsatzkräfte, nein auch für eingeschlossene Menschen oder Tiere. Nur ein Beispiel von vielen ist die uns allen sicher noch gut in Erinnerung gebliebene Brandkatastrophe am Düsseldorfer Flughafen. 17 Menschen fande damals dort den Tod – überwiegend in Folge einer Rauchvergiftung.

Zahl der Rauchopfer vervierfacht!

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Anzahl der tödlichen Rauchvergiftungen nahezu vervierfacht. Eine Ursache dafür sind die modernen Kunststoffe in unseren Wohnungen. So kann zum Beispiel eine 10 kg schwere Schaumgummimatratze aus einem Kinderbett bei der Verbrennung 25.000 cbm Rauch verursachen. Damit könnte man ca. 30 Einfamilienhäuser füllen.

Im Brandfall bleiben nur 3 Minuten zur Flucht!

80% aller Brandopfer verbrennen nicht, sondern sie ersticken an dem entstehenden giftigen Brandgeruch. Diese traurige Erkenntnis gilt für Brände in privaten Wohnungen ebenso, wie sie für Katastrophen großen Ausmaßes zutreffen. Ein Beispiel dafür ist der Großbrand am Düsseldorfer Flughafen, bei dem 1996 17 Menschenleben zu beklagen waren.

Rauch ist bei einem Brand für Mensch und Feuerwehr das größte Problem in einem Gebäude. Die Folgen sind dramatisch und werden leider immer wieder unterschätzt. Denn, innerhalb von nur 3 Minuten sinkt durch den entstehenden Rauch die Sichtweite so weit ab, dass betroffene Personen die Orientierung verlieren und sich nicht mehr in Sicherheit bringen können. Erschwerend kommt die hohe Kohlenmonoxid-Konzentration hinzu. Diese steigt im Laufe eines Brande sprunghaft an und führt von Kopfschmerzen über zunehmende Vergiftung und Bewustlosigkeit bis hin zum Tod.

Bewahren Sie einen kühlen Kopf!

Dies ist, in der Tat, leichter gesagt als getan. Aber, bewahren Sie unter allen Umständen Ruhe und einen kühlen Kopf!! Egal ob zu Hause, im Hotel, im Einkaufszentrum oder auf einem Flughafen. Wenn es brennt, kommt es darauf an schnell und umsichtig zu reagieren. Denken Sie immer daran, dass Ihnen unter Umstaänden nur wenige Minuten zur Verfügung stehen, bevor Rauch und Flammen Ihnen den Weg in die Freiheit abschneiden können.

1. Sehen Sie sich immer schon im Vorfeld die Fluchwege an, damit Sie im Bedarfsfall schnell und sicher fliehen können!

2. Fliehen Sie in einem Mehrstöckigen Haus immer nach unten!

3. Halten Sie sich stehts am Treppengeländer fest, denn Menschen in Panik nehmen gegenseitig keine Rücksicht aufeinander!

4. Benutzen Sie unter gar keinen Umständen einen Aufzug! Tödlich Falle!

5. Reisen Sie niemal Türen hektisch auf, sondern öffnen Sie sie vorsichtig und ziehen Sie sie gleich wieder zu, falls sich dahinter schon eine dichte Rauchschicht gebildet hat!

6. Wenn Sie den Raum, in dem Sie sich befinden, nicht mehr verlassen können, dichten Sie Ritzen und Spalten an den Türen mit nassen Laken oder Handtüchern ab, um so ein eindringen des Rauches zu verhindern!

7. Hängen Sie große Laken zum Fenster hinaus um zu signalisieren, wo noch Menschen Hilfe brauchen!

 

Lebensretter „Rauchmelder“

Wer kenn sie eigentlich nicht? Gemeint sind dies kleinen weissrunden Dinger, die man unter die Zimmerdecke schrauben kann. Rauchmelder – sie haben sich in der Vergangenheit bestens bewährt und schon so manches Menschenleben gerettet. Sie sind in der Regel gar nicht mal so teuer, dafür aber ungemein nützlich. Sie „riechen“ nämlich geradezu entstehenden Rauch und schlagen sofort Alarm.

Für weitere detaillierte Informationen zu der Funktion und Installation von Rauchmeldern empfehlen wir Ihnen die Homepage www.rauchmelder-lebensretter.de zu besuchen.

In Hessen sind Rauchmelder künftig Pflicht!

Kurz hintereinander haben Hessen (und Hamburg voraussichtlich ab 2006) beschlossen, eine Rauchmelderpflicht in ihre neuen Landesbauordnungen zu integrieren

Hessen: Am 10. Juni 2005 hat der hessische Landtag mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen die neue Landesbauordnung verabschiedet. Darin eingebunden ist auch eine Rauchmelderpflicht für Schlaf- und Kinderzimmer sowie Hausflure, die als Rettungsweg dienen.

Mit dieser Regelung ist Hessen das vierte Bundesland mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelderpflicht und neben Schleswig-Holstein das zweite Land, dass Rauchmelder sowohl in Neu- als auch in Bestandsbauten vorschreibt. Die Nachrüstpflicht mit Rauchwarnmeldern in allen Wohnungen soll bis 2014 abgeschlossen sein. Für den Einbau ist der Haus- bzw. Wohnungseigentümer selbst verantwortlich.

Rettungskarte für PKW

Bei Verkehrsunfällen stehen wir als Feuerwehr immer vor der Herausforderung den Aufbau und die Sicherungstechnik des verunfallten Fahrzeugs zu durchschauen um die richtigen technischen Maßnahmen zur schnellen Hilfe einleiten zu können. Die immer sicherer werdenden Fahrzeuge haben leider auch den Nachteil, dass z.B. eingeklemmte Personen durch verstärkte Stähle schwieriger zu befreien sind und sich Rettungskräfte durch Airbags und andere Sicherheitseinrichtungen des Fahrzeugs selbst in Gefahr begeben, da sich diese nach einem Unfall jederzeit öffnen können.

Um an der Einsatzstelle schnell Informationen über den Aufbau Ihres Fahrzeugs parat zu haben, empfehlen wir jedem Fahrzeugführer, zusammen mit dem ADAC, eine so genannte „Rettungskarte“ im Fahrzzeug, am besten hinter der Fahrersonnenblende, zu hinterlegen.

1. Drucken Sie die Rettungskarte für Ihr Fahrzeug hier aus.

2. Bringen Sie die Rettungskarte hinter der Fahrersonnenblende an.

3. Weisen Sie durch einen Aufkleber an der Windschutzscheibe auf die Rettungskarte hin.

Weitere Informationen und die Rettungskarte für Ihr Fahrzeug finden Sie hier.

Rettungswege

Rettungswege müssen frei sein!

Wege nach draußen müssen im Notfall funktionsfähig sein!

Wenn es in einem Zimmer, in der Wohnung oder im Gebäude brennt, bleibt oft nur noch der schnelle und kürzeste Weg nach draußen. Damit die Flucht für die Bewohner aber ordnungsgemäß und wirklich schnell möglich ist, müssen die Rettungswege im Haus funktionsfähig sein.

Der Treppenraum, durch den man tagtäglich seine Wohnung erreicht, muss begehbar sein, dass heißt frei von „Gerümpel“, von Omas altem Wohnzimmerschrank oder von den Drahteseln der gesamten Nachbarschaft. Im Notfall, wenn jeder um sein Leben rennt, kann solches „Gerümpel“ zu nicht unerheblichen Störungen des Flucht- oder Rettungsverlaufes führen.

Ein Beispiel hierzu:

In einem Treppenraum gerieten dort abgestellte Kinderwagen in Brand, Bewohner hatten keine Chance mehr durch die Haustüre zu fliehen!

Über diese grundsätzliche Vorschrift hinaus gibt es weitere Tipps:

1. An den Treppenraum angrenzende Kellertüren stets geschlossen halten, erst recht, wenn sich baurechtlich um feuerhemmende „Brandschutztüren“ handelt.

2. Den Raum unter Treppenpodesten oder -absätzen nicht als Lager für brennbare Materialen nutzen.

3. Treppenräume nicht zum Abstellen von Abfall- oder Wertstoffsammelbehältern nutzen.

Realistisch gesehen ist es bei etwas Planung und Organisation sowie gutem Willen sicherlich möglich, Gegenstände der o.a. Art an anderen Orten unterzubringen! Denken Sie immer daran: Sie als Bewohner haben es selbst in der Hand, ob Sie im Ernstfall eine Chance zur Flucht haben! Beachten Sie deshalb die baurechtlichen Vorschriften und die Tipps der Feuerwehr. Sollte in einem Schadensfall das Treppenhaus nicht mehr begehbar sein, werden von der Feuerwehr Leitern zur Rettung der Haubewohner vorgenommen. Sie stellen den sogenannten „Zweiten Rettungsweg“ dar. Machen Sie in diesem Fall am Fenster oder auf dem Balkon auf sich aufmerksam. Damit die Feuerwehr allerdings ihre Leitern aufstellen kann, müssen Flächen außerhalb des Hauses dafür vorhanden sein.

Silvester

Sicher ins neue Jahr!

Immer wieder kommt es zu Unfällen beim Abbrennen von Raketen und Böllern. Deshalb müssen beim Silvesterfeuerwerk Regeln eingehalten werden, um Verletzungen oder Brände zu vermieden.

Böller und Raketen dürfen nur von Erwachsenen und ausschließlich an Silvester und am Neujahrstag gezündet werden. Feuerwerk in der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altenheimen ist grundsätzlich verboten.

Verkauf von Raketen und Böllern

Feuerwerkskörper dürfen ab Donnerstag, 28. Dezember, verkauft werden und zwar nur an Erwachsene. Der Verkauf an Jugendliche und Kinder ist selbst dann verboten, wenn eine schriftliche Vollmacht der Eltern vorliegt.

Gefährliche Billigware

Bei sogenannten Schnäppchen ist Vorsicht geboten. Nicht zugelassene Materialien, zu kurze Zündschnüre oder mangelhafte Verarbeitung sind nur einige Gründe für die Gefährlichkeit von Billigware. Deshalb sollte nur Feuerwerk gekauft werden, das eine Prüfnummer des Bundesamtes für Materialprüfung (BAM) trägt.

Keine Böller selbst basteln

Basteleien und den Selbstbau von Böllern und Raketen ist gefährlich. Das dabei verwendete Schwarzpulver kann durch Stöße, Reibung, elektrostatische Aufladung oder Funken gezündet werden und explodieren.

Böller und Raketen müssen an einem sicheren und für Kinder nicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden. Raketen, Fontänen und Knaller dürfen nicht in geschlossenen Räumen gezündet werden.

Raketen haben schon so manchen Brand ausgelöst

Deshalb gilt: Feuerwerk darf nicht in der nähe von Bäumen, Oberleitungen, Tankstellen und Dachvorsprüngen abgebrannt werden. Dachluken, Fenster und Mülltonnen sollten geschlossen, Balkon und Terrasse leergeräumt sein. Ein Feuerlöscher oder zumindest ein Wassereimer sollte bereit stehen.

Blindgänger gehören in die Mülltonne. Durch Fahrlässigkeit oder vorsätzliches Fehlverhalten kann aus einem Silvesterspaß schnell Brandstiftung, Körperverletzung oder Sachbeschädigung werden.

Außerdem können zivilrechtlich Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden. Für Kinder und Jugendliche sind Eltern oder andere Aufsichtspflichtige mitverantwortlich.

 

Bei Bränden und in Notsituationen kann über den Notruf, Telefon 112 oder 110, schnelle Hilfe angefordert werden

Sonderrechte

nach § 35 Straßenverkehrsordnung (StVO)

Unstrittig ist sicherlich, dass bei Feuerwehreinsätzen der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle spielt. Deshalb ist es wichtig, dass die Einsatzstelle möglichst rasch und ohne verkehrsbedingte Verzögerungen erreicht wird. Der Gesetzgeber hat diese Notwendigkeit erkannt und der Feuerwehr Vorrechte im Straßenverkehr eingeräumt.

Hierbei handelt es sich einmal um die Befreiung der Feuerwehr von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (Sonderrecht nach § 35 StVO) zum anderen um das Verhalten der übrigen Verkehrsteilnehmer, wenn von Fahrzeugen der Feuerwehr blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn verwendet wird (Verhalten nach § 38 Absatz 1 Satz 2 StVO).

Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Sonderrechts ist die Erfüllung einer hoheitlichen Aufgabe, die dringend geboten sein muss. Das Sonderrecht darf nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Anspruch genommen werden. Das Sonderrecht befreit nur von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung. Die Inanspruchnahme des Sonderrechts nach § 35 StVO beinhaltet nicht, dass man die Vorschriften des Straßenverkehrsgesetzes oder des Strafgesetzbuchs außer Acht lassen kann.

Beispiele für dringende lebenswichtige und / oder Schäden abwehrende Einsätze im hoheitlichen Auftrag können u. a. sein: Schadenfeuer, schwere Verkehrsunfälle, Eisenbahnunglücke, Flugzeugabstürze, Explosionen, Chemieunfälle, Überschwemmungen oder Unwetter.

Die Fahrzeuge der Feuerwehr dürfen nach § 38 StVO blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn verwenden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwenden oder bedeutende Sachwerte zu erhalten sind.

Aus dem Wortlaut des § 35 Absatz 1 StVO und nach der neuesten Rechtsprechung und Literatur dürfen Feuerwehrangehörige mit ihren Privatfahrzeugen auf dem Weg von der Wohnung oder Arbeitsstelle zum Feuerwehrgerätehaus auch das Sonderrecht in Anspruch nehmen, soweit dies zur Erfüllung ihres Einsatzauftrags dringend erforderlich ist. Dabei muss erhöhte Aufmerksamkeit aufgewandt werden, weil die anderen Verkehrsteilnehmer nicht erkennen können, dass hier ein Vorrecht in Anspruch genommen wird.

Die Inanspruchnahme von Wegerechten ist nur bei der Benutzung von Blaulicht und Martinshorn wirksam. Das Blaulicht allein ist dafür – auch Nachts – unzulässig.

Unfälle mit Gift

Sie haben versehentlich giftige Stoffe zu sich genommen oder Ihr Kind hat z.B. Reinigungsgmittel getrunken oder unbeabsichtigt Medikamente zu sich genommen.

In solchen Fällen ist sofortige Hilfe notwendig. Die Rettungsleitstelle ist unter der Rufnummer 112 rund um die Uhr zu erreichen und schickt Ihnen einen Rettungswagen und ggf. auch einen Notarzt. Außerdem erhalten sie für die erste Hilfe, 24 Stunden am Tag, Unterstützung von der Giftnotrufzentrale in Mainz unter 0 61 31-19 24 0

Weitere Informationen finden Sie hier

Veranstaltungen

Auflagen zu Brandschutzvorkehrungen

bei Märkten, Straßenfesten u.ä. Veranstaltungen

gem. Erlaß des Hess. Innenministers vom 21.09.1990

1. Aufstell- und Bewegungsflächen

Bei der Aufstellung von Ständen oder sonstigen Ausstellungsgegenständen ist darauf zu achten, dass die, für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge erforderlichen Aufstell- und Bewegungsflächen jederzeit freigehalten werden, damit im Brand- oder Schadensfall wirksame Lösch- und Rettungsmaßnahmen möglich sind. Aufstell- und Bewegungsflächen sind im gesamten Verlauf in einer Mindestbreite von 3,0 Metern bzw. in Kurven gemäß den erforderlichen Kurvenradien jederzeit freizuhalten. Bei der Anbringung von Transparenten oder Ausschmückungsgegenständen im Fahrbahnbereich ist ein Lichtraumprofil von mindestens 3,80 Metern einzuhalten.

2. Sicherheitsabstände zu Gebäuden

Stände, Wagen, Fahrzeuge und Anhänger u.ä. dürfen nur in einem ausreichenden Sicherheitsabstand zu Gebäuden, insbesondere zu brennbaren Außenwänden von Gebäuden und Wänden von Gebäuden mit Öffnungen bzw. Verglasungen aufgestellt werden. Der Sicherheitsabstand ist so zu bemessen, dass im Brandfall ein Übergreifen des Brandes auf Gebäude verhindert wird. Nähere Einzelheiten über die einzuhaltenden Sicherheitsabstände sind vom Antragsteller mit der Brandschutzdienststelle der Stadt Wetzlar rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn festzulegen. Abgestimmte Maßnahmen sind einzuhalte!

3. Feuerwehrzufahrten, Ausgänge und Notausgänge

Feuerwehrzufahrten, Durchgänge, Ausgänge und Notausgänge dürfen durch Stände, Wagen, Fahrzeuge, Ausstellungsgegenstände u.ä. nicht eingeengt oder verstellt werden und sind jederzeit in der gesamten Breite freizuhalten. Bedenken Sie bitte, im Brandfall sind das die Fluchtwege der Betroffenen, aber auch Bewegungsflächen und „Angriffswege“ der Feuerwehr.

4. Verwendung von offenem Feuer und Flüssiggas

Die Verwendung von offenem Feuer und die Vorratshaltung von Flüssiggas sind auf ein Mindestmaß zu beschränken.

5. Brandsicherheitsdienst

Gemäß § 17 des „Hessischen Gesetzes über den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz„ (HBKG) erfordern Veranstaltungen, bei denen durch den Ausbruch eines Brandes eine größere Anzahl von Menschen gefährdet sein könnten, einen Brandsicherheitsdienst.

Der Umfang des Brandsicherheitsdienstes ist abhängig von der Art der Veranstaltung sowie von der Anzahl der Besucher. Bei Veranstaltungen in Bürgerhäusern mit ca. 200 Personen und bei Veranstaltungen in der Stadthalle mit über 450 Besuchern wird der Brandsicherheitsdienst durch mindestens zwei Feuerwehrleute sichergestellt. Es ist also erforderlich, die Veranstaltung 14 Tage vor Beginn beim Ordnungsamt – Brandschutz- anzuzeigen. Bitte beachten Sie dies, da ansonsten ein Bußgeld verhängt werden, bzw. die Veranstaltung untersagt werden kann.

 

Weitere Informationen zum Thema Brandschutz erhalten Sie beim

Magistrat der Stadt Wetzlar

Ordnungsamt – Brandschutz

Herr Erwin Strunk

Fon 06441 – 99-3777

Fax 06441 – 99-3704

eMail: feuerwehr@wetzlar.de

 

Auszug aus dem Festwegweiser der Stadt Wetzlar von 2005.

Waldbrandgefahr

Über sommerlich-warmes Wetter freut sich jeder. Outdoor Aktivitäten und gemuetliche Grillabende sind an der Tagesordnung. Doch der ausbleibende Regen sorgt gerade in wäldlichen Gebieten für trockenes Geäst und Gräser, so dass die Waldbrandgefahr entsprechend hoch ist.

Daher sind einige Regeln zu beachten, um eine Katastrophe für die Tier- und Pflanzenwelt zu vermeiden:

1. Grillen Sie nur an ausgewiesenen Plätzen und vermeiden sie Funkenflug.

2. Vermeiden Sie bitte ungesicherte Lagerfeuer

3. Achten Sie auf das Rauchverbot in wäldlichen Gebieten.

4. Lassen Sie keine Flaschen liegen, da diese unter Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas wirken.

5. Parken Sie nicht in hohem Gras, da der heiße Katalysator des Autos das Gras entzünden kann.

Eine Übersichtskarte der Waldbrandgefahr finden sie beim Deutschen Wetterdienst

Weihnachten

Feiern statt löschen!

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Kerzen auf Adventskränzen und an Weihnachtsbäumen sorgen für eine weihnachtliche Stimmung in den Wohnzimmern.

Für viele Menschen kann die Vorweihnachtszeit aber auch traurig enden:

Jedes Jahr zahlen Versicherungen rund 34 Millionen Euro für Feuerschäden in der Weihnachtszeit und in der Silvesternacht. Unsachgemäßer oder leichtsinniger Umgang mit brennenden Wachskerzen ist oftmals die Brandursache.

So verhindern Sie Christbaumbrände:

 

Aufbewahrung: Nur in kühlen und möglichst nicht geheizten Räumen bis zur Aufstellung aufbewahren. Damit Christbäume länger frisch bleiben, am besten bis zur Aufstellung in einen mit Wasser gefüllten Topf oder Kübel stellen.

Aufstellung: Nur kipp- und standsichere Vorrichtungen (Christbaumständer) verwenden. Bewährt haben sich die im Handel erhältlichen Christbaumständer mit eingebautem Behälter, der mit Wasser gefüllt wird.

Standort: Christbäume immer so aufstellen, dass im Falle eines Brandes das Verlassen eines Raumes ungehindert möglich ist. Daher nicht unmittelbar neben Türen aufstellen! (Fluchtwegmöglichkeiten freihalten)

Schutzabstände: Mindestens 50 cm Abstand halten von brennbaren Vorhängen, Decken und Möbeln. Die Umgebung des Christbaumes von leicht entzündlichen Gegenständen freihalten.

Christbaumschmuck: Keine brennbaren Stoffe wie Papier, Watte, Zelluloid und Zellwolle verwenden.

Aufsicht: Christbäume mit brennenden Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Kinder: Nie unbeaufsichtigt lassen, wenn Christbaumkerzen brennen. Eventuell Zündhölzer und Feuerzeuge versperren, damit Kleinkinder die Kerzen nicht heimlich anzünden können.

Wunderkerzen: Beim Abbrand beobachten, vor allem die glühenden Restkolben nicht mit brennbaren Gegenständen in Verbindung bringen. Keinesfalls auf dürren Asten anbringen.

Kerzen: Sicher befestigen; die Kerzen von oben nach unten anzünden und von unten nach oben auslöschen.

Dürre Bäume: Brennen wie Zunder, der Abbrand erfolgt mit rasanter Geschwindigkeit. Daher bald entfernen, keinesfalls mehr die Kerzen anzünden. Und immer einen Eimer mit Wasser oder einen tragbaren Feuerlöscher (z. B. Wasserlöscher) in der Nähe bereithalten.

Elektrische Beleuchtung: Darauf achten, dass Sicherungen, Anschluss und Leitungen den Vorschriften entsprechen und keine augenscheinlichen Mängel aufweisen.

In der Advents- und Weihnachtszeit ist die Zahl der Wohnungsbrände stark ansteigend.

 

Für alle Fälle falls es doch passiert:

Das Wichtigste: Ruhe bewahren.

Löschversuch: Am besten sofort mit Wasser löschen.

Erfolgloser Löschversuch: Falls der Brand nicht mehr selbst gelöscht werden kann:

  • Raum sofort verlassen
  • Türen zum Brandraum schließen
  • Feuerwehr alarmieren und beim Haustor erwarten.

Wir sind auch in der Weihnachtszeit für Sie bereit! Notruf 112

Wichtige Telefonnummern
Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst: Tel. 112
Notruf Polizei: Tel. 110
Arzt-Notruf Region Lahn Dill: Tel. 06441 1 92 92
Klinikum Wetzlar: Tel. 06441 791
Telefonseelsorge: Tel. 0800 11 10 11 1

Tel. 0800 11 10 22 2

Giftnotrufzentrale Mainz: Tel. 06131 19 24 0
Kinder- und Jugendtelefon: Tel. 0800 1 11 03 33
Feuerwehr Wetzlar: Tel. 06441 99 37 00

Fax. 06441 99 37 04

Ordnungsamt Wetzlar: Tel. 06441 99 32 15

Fax. 06441 99 32 04

Polizeidienststelle Wetzlar: Tel. 06441 918 0

Fax 06441 918 199