Stadt Wetzlar

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Die Stadt Wetzlar ist Oberzentrum und Sitz der Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises Stadtwappenund wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Wie sechs weitere größere Mittelstädte in Hessen ist Wetzlar eine Stadt mit Sonderstatus, d. h. sie übernimmt Aufgaben des Landkreises und gleicht damit in vielen Dingen einer kreisfreien Stadt.

Die Stadt Wetzlar besteht aus der Kernstadt mit 12 Stadtbezirken (Altstadt, Neustadt, Hauserberg, Büblingshausen, Sturzkopf, Stoppelberger Hohl, Nauborner Straße, Silhöfer Aue, Altenberger Str., Dalheim, Dillfeld, Niedergirmes) und acht Stadtteilen (Hermannstein, Blasbach, Naunheim, Garbenheim, Dutenhofen, Münchholzhausen, Nauborn, Steindorf), die 1979 eingemeindet wurden. Jeder Stadtbezirk sowie Stadtteil hat seine eigene wechselvolle Geschichte und seinen eigenen Charakter.

Feuerwehrtechnisch hat die Kernstadt insgesamt 3 Feuerwachen: Die Feuerwache I im Zentrum Wetzlars, die Feuerwache II im Norden (Stadtbezirk Niedergirmes) und die Feuerwache III im Süden (Stadtbezirk Büblingshausen). Weiterhin hat jeder Stadtteil eine eigenständige Freiwillige Feuerwehr. Somit hat die Stadt Wetzlar insgesamt 11 Freiwillige Feuerwehren für den Schutz der Bürger zur Verfügung.

Wetzlar liegt in meist hügeligem Terrain im Lahntal und erstreckt sich bis auf die Anhöhen beiderseits des Tals. Auf einem höhergelegenen Plateau im Zentrum steht der romanische Dom mit sandsteinfarbenem Hauptturm. Die historische Altstadt, jetzt Fußgängerzone, mit ihren behutsam restaurierten Fachwerkhäusern, zieht sich mit Gassen und kleinen Plätzen terrassenförmig zur Lahn und zur alten Lahnbrücke hinab. Stellenweise ist noch eine gut erhaltene Stadtmauer zu sehen, deren Verlauf z.T. von breiten Grüngürteln und zahlreichen Parkanlagen gesäumt wird. Die Straßenzüge außerhalb des historischen Kerns haben teilweise mittelalterlichen Vorstadtcharakter. Diese historischen Stadtteile sind vorwiegend von kleinteiligem Einzelhandel geprägt.

Der neuere Teil Wetzlars, geprägt durch Anlagen des produzierenden Gewerbes, brachte auch im Wohnungsbau eine Reihe gutbürgerlicher Wohnhäuser und Villen hervor vor allem während der Blütezeit Wetzlars als Leica-Stadt (Villen von Leitz, Kellner, Barnack) und als Buderus-Standort (Weiße Villa, u.a.); sowie eine Reihe für die damalige Zeit moderner Meisterhäuser und Arbeitersiedlungen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die historische Altstadt, der Dom, die 750 Jahre alte Lahnbrücke, die Reichsburgruine Kalsmunt, das Lottehaus sowie die Burgruine Hermannstein. Es gibt eine reiche Auswahl an bedeutenden Museen. Zu den interessantesten Kirchenbauten neben dem Dom zählen die Hospitalkirche, die Franziskanerkirche, die Michaeliskapelle, das Kloster Altenberg und die Überreste der Theutbirg-Basilika.

Als kulturelle Höhepunkte sind zu nennen: die Wetzlarer Festspiele, die Stadthallen mit Theater, die Mittelhessen-Arena mit Konzerten, Sportveranstaltungen und Show-Business, die Phantastische Bibliothek oder die Phantastiktage. Der Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar ist ein Literaturpreis, der seit 1983 jährlich vergeben wird.

Das in der Stadt gut und gerne gefeiert wird, ist seit dem Jahr 1318 bezeugt. König Ludwig verlieh der Stadt das Recht, am Tag des heiligen Gallus, also alljährlich am 16. Oktober, einen Jahrmarkt abzuhalten.

Wetzlar ist auch als Sportstadt mit vielen Sportstätten und -vereinen bekannt (darunter einige Bundesliga-Mannschaften).