Gerätehaus

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Allgemeine Angaben

Die Freiwillige Feuerwehr Niedergirmes war in einem Mietobjekt (Untergeschoss der Turnhalle Geschwister-Scholl-Schule) des Lahn-Dill-Kreises untergebracht. Wegen der baulich unzureichenden Gebäudesituation (zu geringe Garagenhöhe für neues Fahrzeug, nicht ausreichende Nutzfläche) war ein Neubau dringend erforderlich. Außerdem wurde vom Prüfdienst der Nassauischen Brandversicherungsanstalt wegen erheblicher Mängel gemäß der geltenden Vorschriften die Unterbringung der Feuerwehr beanstandet. Nach der Prüfung mehrerer Baugrundstücke, wurde als Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus der Siechhof 30 ausgewählt. Im Juni 1990 wurden drei Architekturbüros zu einem Ideenwettbewerb aufgefordert. Das Architekturbüro Groh wurde schließlich mit der Durchführung der Baumaßnahme beauftragt.

Gebäude

Das neue Feuerwehrgerätehaus ist ein ein- bzw. zweigeschossiger Gebäudekomplex. Es besteht aus einer Fahrzeughalle und dem Einsatzgebäude. Die Gebäudeteile stehen rechtwinklig zueinander und sind durch einen eingeschossigen Zwischenbau (Zugangsbereich mit Windfang) baulich verbunden. Die Gründung beider Gebäude erfolgte mit einer Stahlbetonplatte. Um die Tragfähigkeit des vorgefundenen Baugrundes herzustellen, war ein Bodenaustausch mit einer Aufbaustärke von rund 80 cm über die gesamte Grundstücksfläche erforderlich.

Fahrzeughalle

Die Fahrzeughalle, eine Stahlbinder-Konstruktion mit Trapezblech-Tragschale und Alu-Klippdach-Eindeckung. Die Außenwand wird durch ein Stahlkassetten-System mit horizontal verlaufender Aluwelle wärmegedämmt. Die Halle selbst verfügt über fünf Fahrzeugeinstellplätze, die mit Sektionaltoren ausgestattet sind. Im rückwärtigen Hallenbereich wurde ein Geräteraum mit Werkstatt (rund 40 Quadratmeter) eingerichtet.

Funktionsgebäude

Das Funktionsgebäude ist in Massivbauweise als Mauerwerksbau mit einer Stahlbetondecke ausgeführt. Die Außenwandverkleidung besteht im Untergeschoss aus einer hinterlüfteten Betonsteinsichtmauerwerk-Verkleidung und im Obergeschoss mit einer horizontal verlaufenden Alu-Wellenverkleidung entsprechend der Fahrzeughalle. Die flachgeneigte Pultdach-Konstruktion besteht innen wie außen aus sichtbaren Brettschichtholz-Sparrenpfetten mit einer Tragschale aus Holzwerkstoffplatten. Das Dach hat allseitig einen Dachüberstand und ist mit einer Alu-Klippdacheindeckung eingedeckt. Die Fenster- und Türanlagen sind im gesamten Einsatzgebäude in Aluminium ausgeführt.

Entwicklung
Planung
Bauzeit
Aufwendungen
Zuwendungen
Nutzfläche
Bruttogrundrissfläche
Raumprogramm
Funktionsgebäude
Entwicklung

Beschlussfassung der Gremien Magistrat 27. Juni 1996

Stadtverordnetenversammlung 6. Dezember 1996

Antragstellung auf die Gewährung einer Zuwendung 17. April 1997

Landeszuwendungsbescheid 25. Oktober 2000

Planung

Architektenleistungen Architekturbüro Reinhard Groh

Ingenieurleistungen (Tragwerksplanung) Ingenieurbüro Ingo Schultz

Ingenieurleistungen (Haustechnik) Gebäudeplanung Benedikt Förster

(alle Wetzlar)

Bauzeit

Baubeginn 21. Mai 2002

Richtfest 30. August 2002

Übergabe 9.5.2003

Aufwendungen

Herstellungskosten Bauwerk 860.000 Euro

Außenanlage 160.000 Euro

Ausstattung: 40.000 Euro

Nebenkosten 210.000 Euro

Gesamt 1.270.000 Euro

Zuwendungen

Land Hessen im Jahr 2005 97.145 Euro

im Jahr 2006 97.145 Euro

im Jahr 2007 96.634 Euro

Nutzfläche

Fahrzeughalle 368 m²

Funktionsgebäude 424 m²

gesamt 792 m²

Bruttogrundrissfläche

Fahrzeughalle 382 m²

Funktionsgebäude 265 m²

gesamt 647 m²

Raumprogramm

Fahrzeughalle

Einstellfläche rund 329 m²

1 Geräteraum rund 19,5 m²

1 Werkstatt ca. rund 9,5 m²

Funktionsgebäude

Erdgeschoss

Windfang rund 6 m²

Umkleide Damen rund 29 m²

Umkleide Herren rund 48 m²

Waschen Damen rund 12,5 m²

Waschen Herren rund 18 m²

WC Damen rund 8,5 m²

WC Herren rund 10 m²

Büro Wehrführer rund 13 m²

Geräteraum rund 14 m²

Heizung rund 7 m²

Obergeschoss

Schulungsraum (teilbar) rund 122 m²

Lehrmittel rund 13 m²

Teeküche rund 12 m²

Abstellraum rund 7 m²